Selbstverständnis

Der Arbeitskreis Tabubruch möchte ein Kreis von engagierten Menschen quer durch alle Bünde sein, die sich in ihrem Bund und in ihren Projekten für die strukturelle Prävention sexueller Gewalt stark machen.

Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter.

Lange Jahre war es Tabu, sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Vertrauenspersonen innerhalb der Bündischen Jugend zu thematisieren. Dieses Tabu wollen wir brechen, dadurch Betroffene stärken und wir fordern Strukturen, die die uns Nachfolgenden schützen.

Tabubruch möchte offen sein für vorübergehend Interessierte ebenso wie für dauerhaft Engagierte.

Einmal im Jahr besteht die Möglichkeit der Zusammenkunft auf dem „Netzwerktreffen zur Prävention von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt in jugendbewegten Gruppen“. Hier tauschen sich die Anwesenden über ihre Schutzkonzepte, aktuelle Fälle und Schwierigkeiten der Bearbeitung bzw. der Verankerung in den Bünden offen aus.

Die Professionalisierung der dauerhaft Engagierten im Thema ist Anspruch des Kreises und befähigt die konstanten Mitglieder zur Beratung in Fragen der Intervention und der Prävention. Hier finden sich auch Ansprechpartner*innen, die offen sind für Fragen und Probleme – sie werden diese vertrauensvoll behandeln.

Zudem können die festen Mitglieder des Kreises die Ausstellung des Meißnerlagers nutzen und betrauen und auf anderen Lagern und Veranstaltungen jederzeit einsetzen.

Die Ausstellungsgegenstände lagern zur Zeit auf Schloss Martinfeld.